Alexander Frei, 20.11.1989

Die musikalische Selbstfindung von CRIMER startete ungewohnt fromm in einer Kirchenformation. Den Weg dorthin hat ihm das schulische Vorsingen im zarten Alter von zwo?lf Jahren geebnet. Da man zu der Zeit noch grosse Bewunderung fu?r die Backstreet Boys hegte, wurde selbstversta?ndlich ein Stu?ck der besagten Truppe vorgetragen. Mit einer vorpuberta?ren Performance von „I Want It That Way“ heimste der junge Alexander ein Pla?tzchen in der Band, welche die sonnta?glichen Gottesdienste musikalisch untermalte, ein. Doch nach unza?hligen Ave Marias wuchs schnell der Wunsch nach der eigenen Rockband. Darauf folgte eine Entdeckungstour, die von der obligaten Coverband bis zur klassischen Indietruppe fu?hrte.

Kontinuierlich auf der Suche nach dem eigenen Sound tu?ftelte CRIMER im Stillen an Beats auf Computerprogrammen und fand sich plo?tzlich in den Tiefen der digitalen Synthesizer gefangen. Die neuen Mo?glichkeiten waren selbst fu?r ihn als Amateurmusiker von unendlicher Gro?sse. Schnell nahmen die Helden, die ihn als Kind begleiteten – namentlich Rick Astley oder Lionel Richie – ihren Einfluss. Doch auch die jugendlichen Emo-Jahre sind nicht spurlos am Ostschweizer vorbeigegangen und haben das Soundbild mitgepra?gt, wie ein du?sterer Schleier, der sich u?ber die Melodien legt.

Ohne jemals wirklich Songs vero?ffentlicht zu haben, kam CRIMER schnell zu einer guten Anzahl an Liveauftritten, die er wohl gro?sstenteils seiner einzigartigen Performance zu verdanken hat. Diese im Pathos getra?nkten Tanzeinlagen waren keinesfalls vorsa?tzlich geplant, sondern entstanden wohl eher als Antwort auf die eingeschra?nkte Bu?hnenpra?senz als Soloku?nstler.

Ein Mittel also, um die Leere auf Bu?hnen mo?glichst kreativ zu fu?llen. Eine Art unaufhaltbare Energie, die nur in Kombination mit Musik entfesselt werden kann und sich mit viel Gefu?hl in die brachiale Popmusik eingliedert. Diese ansteckende, performative Bewegungsart wird zudem von CRIMERS epochaler Stimme getragen, die sich vor allem im Bereich des Bariton gewaltig ausbreitet. All das la?sst das Publikum schnell vergessen, nur von einer Person bespielt zu werden.

Drei Jahre nach Beginn des Projektes ist es endlich soweit und die ersten Songs stehen in den Startlo?chern. Dabei wohnt der ersten Single „Brotherlove“ bereits das Potential inne, das Publikum just nach wenigen Sekunden in einen miteifernden Flashmob zu verwandeln. Damit ist CRIMER ganz in der Hoffnung, bald nicht mehr der einzige Hu?ftschwinger an seinen Livekonzerten zu sein. 

Releases

    CRIMER

    • 28.09. Dortmund, Way Back When
    • 08.10. München, Unter Deck
    • 09.10. Köln, Artheater
    • 10.10. Hamburg, Nochtwache
    • 11.10. Berlin, Urban Spree



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