Hannes Wittmer

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Fast fünf Jahre ist es inzwischen her, dass Hannes Wittmer sein Alter-Ego „Spaceman Spiff“ abgelegt hat, unter welchem er hunderte Konzerte gespielt, drei Alben veröffentlicht und sich zwischen 2008 und 2018 vom Geheimtipp zu einem der beliebtesten deutschsprachigen Singer-Songwriter entwickelt hatte. Nicht nur der Name hat sich mit diesem Schritt geändert, sondern auch die Art und Weise, wie der Würzburger Musiker seinen Beruf neben dem Konzerte Spielen und Lieder Schreiben interpretiert. In seinem Blog gibt es zahlreiche Texte über seine Erfahrungen mit dem Versuch, sich aus einer stetig wachsenden Welt rauszuhalten, stattdessen gesund zu schrumpfen und auf Spendenbasis zu arbeiten. Während der Pandemie organisierte er für mehrere Monate online Treffen für Menschen, die sich im Lockdown einsam fühlten oder nach Austausch sehnten und in seinem Podcast „Was tun(?)“ spricht er mit seinen Gästen (darunter u.a. Marcus Wiebusch, Judith Holofernes und jüngst eine Aktivistin der letzten Generation) über die eigene Ratlosigkeit, oft Überforderung, in einer krisenhaften Zeit und die Suche nach Handlungsmöglichkeiten. Diese Haltung spiegelt sich auch in seinen poetischen Liedtexten wider, die seit jeher mindestens so viele Fragen aufwerfen, wie sie Antworten zu geben versuchen.

2021 wurde es dann still um den Musiker. Der Kraftakt der letzten Jahre hatte seine Spuren hinterlassen und er wurde von Depressionen eingeholt, die dieser Tage so allgegenwärtig scheinen, als ob sie mit dem Trinkwasser verteilt würden. In der Folge wanderte er 500 Kilometer durch Frankreich, lebte für ein paar Monate in Lyon und fand so, Schritt für Schritt, einen Weg zurück an die Oberfläche. Auch neue Musik ist in der Zeit entstanden. Nun stellt er sich nach zwei Jahren Pause wieder auf die Bühne, um sie uns vorzuspielen.

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Fotocredit: Christoph Naumann

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